Prof. Dr. Wolfgang Schweiger

Universität Hohenheim

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Nachrichtenqualität aus Rezipientensicht (2010-2015)

Status

Das DFG-Projekt (SCHW 1172/5-1 & SCHW 1172/5-2) ist im November 2010 gestartet, hatte eine Laufzeit von 3,5 Jahren (2,5 Jahre und ein Jahr Verlängerung) und umfasste eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle (65%), Mittel für studentische Hilfskräfte (20 Stunden/Woche) sowie ein Sachmittel-Budget von ca. 10.000 Euro.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Juliane Voigt (geb. Urban)

Inhalt

Vor dem Hintergrund des wachsenden Kosten- und Zeitdrucks in Nachrichtenredaktionen droht ein Qualitätsverlust in der Berichterstattung. Die Hoffnung, das Publikum würde Nachrichtenmedien hoher Qualität bevorzugen und damit einem möglichen Qualitätsverlust entgegenwirken, stützt sich auf die Annahme, dass Rezipienten mangelnde Qualität auch erkennen. Die geplante Studie soll deshalb untersuchen, in welchem Maß und unter welchen Medienbedingungen Rezipienten Nachrichtenqualität beurteilen können und welche Rolle dabei Faktoren wie Medienkompetenz und Bildung spielen.

Dazu bekommen die Teilnehmer eines Onlinepanels in mehreren Kurz-Experimenten tagesaktuelle Nachrichtenbeiträge vorgelegt und bewerten diese im Hinblick auf verschiedene Qualitätsdimensionen. Die Beiträge werden hinsichtlich folgender Faktoren manipuliert bzw. kontrolliert: ihrer Qualität (einzelne Manipulation von sieben Dimensionen) ihrer Mediengattung (Zeitungen, journalistische Onlinenachrichten) und der Glaubwürdigkeit der Medienmarke. Zusätzlich sollen Rezipienteneigen­schaften und Medienroutinen der Teilnehmer in einem ersten Fragebogen zu Beginn des Onlinepanels erfasst werden.

Auf diese Weise lassen sich folgende Forschungsfragen beantworten: Wie hängen Nachrichtenqualität aus normativer Sicht und aus Rezipientensicht zusammen? Welche Qualitätsdimensionen einer Nachricht prägen ihre Glaubwürdigkeit, ihren Unterhaltungswert, das Nutzungsinteresse sowie ihre Gesamtbewertung? Welchen Einfluss haben Mediengattung und das Markenimage eines Angebots auf die Rezipientenbeurteilung der Qualität eines Beitrags? Welchen Einfluss haben Rezipienten­eigenschaften wie Medienkompetenz, Bildung, Nachrichtennutzung und politisches Interesse auf die Qualitätsbewertung?

DFG-Abschlussbericht im PDF-Format

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