Kommunikation im Rahmen der Ackerbaustrategie des Bundes (BfN, 2020-2023)

Status

Das Drittmittelprojekt wurde im Herbst 2019 vom Bundesamt für Naturschutz bewilligt. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten, umfasst eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle (65%), Mittel für studentische Hilfskräfte sowie Sachmittel. Das Gesamt-Budget umfasst 198.00 Euro. Projektbeginn: Februar 2020.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Verena Menauer

Inhalt

Das Forschungsprojekt zielt auf eine erfolgreiche Implementierung der Ackerbaustrategie des Bundes mit dem Fokus auf Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Kommunikation zwischen Akteuren aus Naturschutz und Landwirtschaft oft schwierig ist. Kommunikationsprobleme entstehen weniger in der direkten Kommunikation zwischen Akteuren als vielmehr in der öffentlichen Kommunikation. Diese ist im Nachrichten- und Fachjournalismus anzutreffen, in öffentlichen Kommunikationsangeboten interessengeleiteter und staatlicher Akteure sowie in Nutzerkommentaren. Öffentliche Kommunikation stellt nicht nur ein geeignetes Diagnoseinstrument des kommunikativen Status quo zwischen Akteursgruppen dar. Sie beeinflusst auch deren gegenseitige Wahrnehmung und damit auch Desintegration oder Integration.

  • Die Studie beinhaltet deshalb eine Inhaltsanalyse öffentlicher Kommunikation zum Verhältnis zwischen Naturschutz (v.a. Biodiversität und Programme zu ihrer Förderung) und Landwirtschaft. Auf diese Weise entsteht eine Bestandsaufnahme der Kommunikationsprobleme zwischen Journalist*innen, interessensgeleiteten und staatlichen Akteuren aus Landwirtschaft und Naturschutz sowie Bürger*innen sowie eine Sammlung von Berichten über Best Practices.
  • In einer Literaturrecherche werden erfolgreiche Initiativen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft (Best Practices) sowie ältere und aktuelle Studien und Ansätze dokumentiert und bewertet.
  • Mittels qualitativer Gruppendiskussionen zwischen Vertreter*innen der Akteursgruppen werden subjektive Wahrnehmungen und Bewertungen von Kommunikationsproblemen und Best Practices in der öffentlichen Kommunikation erfasst und mit weiteren Ideen ergänzt. Daneben ist eine Masterarbeit mit weiteren Experteninterviews geplant.

Auf dieser breiten Basis entwickelt die Studie Kommunikationsempfehlungen zur Ackerbau­­-Strategie und überführt diese beispielhaft in ein Kommunikationskonzept.